Immobilienerwerb während der Finanzkrise

25. Oktober 2008 | Von Christian Rettstadt | Kategorie: Aktuell, Aktuelle Themen

Gerade in den letzten Wochen stellen wir zunehmend fest, dass die Nachfrage nach “kapitalanlegenden” Immobilien zunimmt. Offensichtlich sind viele Anleger sehr skeptisch, wenn es um die Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere und/oder sonstige Geldanlagen geht.  Nicht ganz unberechtigt, wie wir meinen. Das von der Bundesregierung geschnürte Rettungspaket von über € 450 Milliarden vermittelt nicht gerade das sichere Gefühl in Anlagen und vor allem in die Währung. Am 24.10.2008 schließlich war aus dem fernen China zu vernehmen, dass eine Währungsreform zur Rettung des weltweit ins Schwanken geratene Finanzsystem zu überlegen sei. Alles schon einmal gehört ? Wir sind sicher, dass gerade die älteren Leser dieses Artikels ein Lied von Inflation singen können und diejenigen Immobilienanleger, die sich seinerzeit für ihr “Zuhause” entschieden haben, nur müde lächeln können. Einmal mehr zeigt sich die achso gescholtene und langweilige Investition in Betongold als robust und sicher. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit haben die so ge(er)nannten Experten die Anlage in Immobilien im Vergleich zu anderen Anlagen eher unterdurchschnittlich bewertet und auf bessere Renditen im Finanzbereich hingewiesen. Schon damals war diese Einschätzung für Deutschland falsch. Sehr lesenswert halten wir in diesem Zusammenhang den hier abgelegten Artikels unseres Verbandes IVD zur EInschätzung der aktuellen Lage bei Immobilieninvestitionen.

4 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Aber Immobilien in Deutschland könenn doch auch sehr stark schwanken…angeblich ist in Berlin ein Preiseinbruch von über 30 % festzustellen…gerade bei Rentehäusern.

  2. Hallo DB, das ist richtig…auch Immobilien sind nicht gegen Preisschwankungen immun. Doch im Vergleich zu den Preisentwicklungen anderer, s.g. liquider Vermögenswerte ist bei der Immobilie eine “erträgliche ” Preisschwankung festzustellen.

  3. Vorsicht, der Trend könnte ja auch schnell wieder kippen. Es könnte ja sein, daß potentielle Käufer das Risiko einer langfristigen Verschuldung scheuen, solange ihr eigener Job nicht sicher ist. Das bleibt abzuwarten. Weiß man denn, ob eine Deflation oder eine Inflation zu erwarten ist? Was dann? Ein Inflationsschutz wird vielleicht in zwei Jahren benötigt, den aber nicht nur Immobilien bieten, sondern auch Aktien. Und Aktien sind liquider als Immobilien.

  4. Hallo Herr/Frau Wilde, aber wenn ich mir die letzten 30 Jahre (!!!) ansehe, dann kann ich nur festellen, dass der Trend der Immobilienpreisentwicklung stetig nach oben zeigt. Die Aktienmärkte unterlagen dabei mehreren mehr oder weniger starken Schwankungen. Und immer den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg in die Börse zu finden, ist sicher auch sehr schwierig. Derzeit glauben viele Investoren, dass jetzt der Zeitpunkt zum Einstieg gekommen ist. Warum ? Weil die Märkte jetzt wieder über Liquidität durch die Banken verfügen. Kann es nicht sein, dass die Staaten mit der künstlichen Erzeugung der Liquidität eine eher inflationäre als deflationäre Entwicklung herbeiführen ? Vielleicht zu erst der Preisverfall und dann der Währungsverfall.
    Sie haben aber völlig Recht – wer sich mit dem Gedanken einer Immobilieninvestition beschäftigt, muss wissen, dass das eine langfristige Investition ist. Die Immobilie kurzfristig zu verkaufen, ist sicher kein Problem – nur zu welchem Preis ??!?

Schreibe einen Kommentar