Inflation, Währungsreform oder zurück zur DM ?

6. Mai 2010 | Von Christian Rettstadt | Kategorie: der immoBlog

430731_R_K_by_halmackenreuter_pixelio.deDie grosse Frage, die sich jetzt alle Volkswirte stellen, ist die Frage nach der Zukunft der Wirtschaft und den Entschuldungsmöglichkeiten der Staaten. Kein Wunder wenn dann dem braven Michel Angst und Bange wird, wenn er nach Griechenland oder Spanien schaut, die mit Staatsbankrott drohen.

Ob nun die Immobilie gefeit ist gegen Inflation, versuchen die so genannten Experten schon seit Jahren zu analysieren.  Es stimmt ! Derzeit haben wir eine gute Nachfragesituation gepaart mit wenig Angeboten – das treibt die Preise (wenn auch moderat) und beschert uns eine stabile Geschäftsentwicklung. So sind diese Artikel keine Seltenheit mehr.  Aber die Immobilie als Allheilmittel gegen die Inflation zu ernennen, halte ich persönlich, und ganz ehrlich, liebe Kollegen, für übertrieben. Überlegt doch mal – wenn Sie heute eine Wohnung kaufen und mit 30 % Eigenkapitaleinsatz 70 % finanzieren, so hängen Sie genauso an der Nadel der Liquiditätsdroge wie eine schlecht getätigte Investition wie in bspws. Griechische Anleihen, die Sie zum Einstandpreis von vor 2 Jahren nicht mehr zum gewünschten Preis an den Mann bringen. Und wenn dann die Wirtschaftskrise noch einmal so richtig zuschlägt, wird der Banker eher den Hahn zudrehen.

Wenn ich jetzt € 100.000,00 zur Verfügung hätte, dann würde ich mir vermutlich auch lieber eine Eigentumswohnung zulegen als einen Goldbarren unter das Kopfkissen legen (auch wenn diese Anlageform offensichtlich sehr viele Reize bietet).  Dann hoffe ich,  dass ich einen soliden Mieter finde, der sich einmal im Monat meldet…am besten auf dem Kontoauszug. Soviel zu den Kapitalanleger.

Bei all diesen Überlegungen zum Immobilienkauf vergessen die “Experten” bei der Betrachtung der Immobilie als Investition immer sehr oft, dass die meisten Kaufinteressenten eher eine Immobilie kaufen wollen um darin selbst zu wohnen.  Und jetzt werten Sie, liebe Experten, mir bitte mal diesen Kaufaspekt ein.  Das können Sie nämlich nicht.

Ich wiederhole es immer und immer wieder. Die Immobilie ist ein Ort zum Leben,  zum Wohlfühlen, zum Entspannen und zum Geniessen.  Jeden Monat in die eigene Tasche zahlen (egal ob mit Gold, Euro, oder DM) und dabei im Garten die Kinder aufwachsen sehen, auf dem Balkon das Frühstück  zu Zweit geniessen,  auf dem Grundstück den Traum vom Bauen und damit den Inbegriff der Selbsverwirklichung realisieren.  Das, liebe Journalisten, ist mit Geld und Rendite nie aufzurechnen.

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